Kreisläufe und Rhythmen in der Natur

Es gibt viele verschiedene Kreisläufe in dem Leben eines Wildtieres, oft sind sie abhängig von ihrer Umgebung. Damit es ein wenig anschaulicher wird, erklären wir euch hier die drei wichtigsten Rhythmen im Leben eines Rehs.

Man unterscheidet:

Tagesrhythmus 

Den Tagesrhythmus gliedert man in drei verschiedene Phasen: die aktivphase, die Ruhephase und die Nachtphase.

Bei unserem Beispiel dem Reh, welches dämmerungsaktiv ( wie viele andere bekannte Wildtiere) ist, finden die Aktivphasen vor allem früh morgens und spät abends statt.
Die Ruhephasen sind über den ganzen Tag verteilt, man bezeichnet sie auch als Wiederkäuphase, da sie wie Kühe auch Wiederkäuer sind. 
Während der Nacht sind sie meistens ebenfalls aktiv, besonders wenn sie in einem eher ruhigeren Gebiet leben.

Der Tagesablauf eines Rehs sieht also folgendermaßen aus :

Fressen—Ruhen—Wiederkäuen-Fressen

Jahresrhythmus

Dieser Rhythmus wird in die vier verschiedenen Jahreszeiten unterteilt, da dieser durch den sogenannten Geweihzyklus der Böcke, der Brunftzeit und der Setzzeit beeinflusst wird.

Frühling (März bis Juni)

Zu dieser Zeit ist der Energiebedarf am höchsten, da die Geißen ( die weiblichen Rehe) ihre Kitze bekommen und diese mit ausreichend Nahrung versorgen müssen. Rehe sind Säugetiere und versorgen ihre Kitze in dem ersten Halben Jahr mit Milch, dieser Zeitraum wird oft auch als Laktation bezeichnet.Deshalb ist ihr Fressverhalten extrem intensiv aufgrund ihres erhöhten Energieaufwands. Dieses Verhalten beeinflusst die Landwirtschaft enorm, aufgrund der Kitze in den Feldern. Außerdem ist das Territorialverhalten der Böcke am extremsten, wegen einem enormen Testosteronschubs.

 

Sommer (Juli bis September)

Die Sommerzeit wird auch als Brunft(-Zeit) bezeichnet. Unter dem Wort Brunft versteht man die Paarungszeit der Rehe, was für die Böcke extreme Aktivität, aufgrund ihres erhörten Cortisol- und Testosteronspiegel bedeutet. Für die Geißen findet die Ovulation statt

(hier ist der weibliche Körper am Paarungsbereitetsten). 

Herbst (Oktober bis Dezember)

Im Herbst wird das Verhalten der Rehe etwas ruhiger und sie beginnen, durch Futter sich durch eine Fettschicht auf den Winter vorzubereiten. Langsam wird ihr Fell in dieser Zeit zu sogenanntem Winterhaar. Interessant ist, dass die Böcke ( männlichen Rehe) im Herbst ihr Geweih abwerfen, im Winter das neue Geweih wächst und diese im Frühling die Oberste Bastschicht durch Reibung, an Bäumen oder Artgenossen abfegen. Dieser Prozess wiederholt sich jedes Jahr aufs Neue.

 

Winter (Januar bis Februar)

In dieser Zeit minimiert der Körper des Rehs Aktiviatät und somit auch den Energieverbrauch, ebenso sinkt die Herzfrequenz. Das Sozialverhalten der Tiere steigt im Winter an, sie leben also vorallen Dingen in größeren Gruppen.

 

 

Bildquelle: https//:www.holtmann-saaten.de 

Bildquelle: https:/bwww.

Lebensrhythmus 

Allgemein sind Rehe standwild, sie bleiben also im gleichen Gebiet und leben in kleinen Gruppen, bei den Rehen nennt man diese Sprünge. Rehe sind sehr stressempfindlich und schreckhaft, Auslöser dafür können Landwirtschaftliche Prozessen wie eine Ernte sein.